Robinias entspanntes Ankommen

Robinias entspanntes Ankommen

Meine ersten beiden Kinder habe ich im Krankenhaus zur Welt gebracht. Nun sollte mein drittes Kind in persönlicher und traulicher Atmosphäre zur Welt kommen. Ich war schon wieder einige Tage über dem errechneten Entbindungstermin noch schwanger und hatte auf diesen Zustand keine Lust mehr! Die Aussicht, noch weitere Tage in der Sommerhitze mit dickem Bauch zu verbringen, war nicht die schönste.

Am Abend schien ein fast voller Mond ins Zimmer, als ich ins Bett ging. Ich dachte, dass dies doch ein gutes Vorzeichen wäre. Mein Mann schlief bereits. Zwei Stunden später hatte ich einen Blasesprung und habe Steffi angerufen, die sehr schnell zu mir kam. Wir haben uns nach Untersuchungen und Gespräch entschieden, dass ich noch zu Hause bleibe, mein Mann unsere beiden großen Kinder zu der Oma bringen und Steffi nach Hause fahren würde, bis die Wehen stärker werden würden.

Nach 2-3 Stunden spürte ich, dass es langsam aber stetig vorranging und da ich keine Lust mehr hatte, in diesem langsamen Tempo weiterzumachen, rief ich Steffi an und wir verabredeten ein Treffen im Geburtshaus. Ich wollte mein Kind endlich in den Armen halten. Nach dieser Entscheidung verstärkten sich sofort die Wehen und vom Auto ins Geburtszimmer haben wir ca. 15 Minuten gebraucht wg. einem richtigen Wehensturm.

Oben angekommen kamen einige starke Wehen im Liegen, die mich richtig überwältigt haben. Steffi forderte mich auf, mich aufzurichten (bei den beiden vorherigen Geburten habe ich mich immer geweigert eine andere Position einzunehmen und bin in der passiven, halb-liegenden Haltung auf dem Gebärbett geblieben – und hatte diese Haltung auch im geistigen Sinn). Mein Mann hat mich die ganze Zeit im Arm gehalten.

Als ich dann aufrecht kniete und mich auf dem Bettrahmen abstützte, spürte ich, dass allein durch die Veränderung der Position das Köpfchen weiter nach unten rutschte – und das ohne jeden Schmerz. Ich habe immer wieder nach dem Köpfchen getastet und gemerkt, wie es in jeder Wehe mehr geboren wurde. Dann endlich war sie da – ca. 1/2 Stunde nach Ankunft im Geburtshaus. Ein gesundes, wundervolles, munteres Baby – unsere Robinia. 4000 g schwer, 50 cm lang! Ich hatte zum ersten Mal keine Geburtsverletzungen – worauf ich besonders stolz bin.

Die Nachgeburt wollte ich dann erst nach Ulis Akupunktur hergeben.

Ein schöner Milchkaffee und ein Hörnchen für mich, ein paar Tropfen Kolostrum für Robinia – gegen 11 Uhr sind wir nach Hause gefahren und ich hab mich in mein wundervolles, frisch bezogenes Bett gelegt!

Alles in allem ist mir durch die Beschäftigung mit Hypnobirthing in der Schwangerschaft noch einmal mehr klar geworden, wie unser Bewußtsein unser Erleben und unsere Realtiät bestimmt und dass wir diese somit auch steuern können! Dass das so einfach sein kann, hat mich diese Technik gelehrt! Die Geburt verlief nicht schmerzfrei, aber ich habe mich zum ersten Mal bewusst dafür entschieden, ins Geburtshaus zu fahren und die Geburt zuzulassen und rascher als bei den beiden vorherigen zu Ende zu bringen!

Vielen, vielen lieben Dank an steffi und Uli!

 

Eure Claudia und Robinia

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